Aktuelle Projekte

  • ComP-ASS: Computergestütztes Lernen und Lehren im Handwerk mit interaktiven Assistenzsystemen: Das Projekt ComP-ASS unterstützt einen digitalen Weiterbildungsraum für die bedarfsgerechte, anwenderorientierte und innovative Weiterqualifizierung am Beispiel von Steinmetzen und Tischlern unter Nutzung einer bestehenden Lernplattform (Ilias). Aufbauend auf bereits vorhandene Erfahrungen durch das ESF-Pilotvorhaben CompO wird ein in den Grundsätzen entwickeltes konkretes digitalgestütztes Weiterbildungsangebot mit innovativen Formaten fortgeschrieben und z. B. um Simulationen von Materialänderungen, einer interaktiven VR/AR-basierten “CNC-Maschinen-Welt” und Gamification-Elemente erweitert. Zugleich wird der neue CNC-LernplatzLS um ein unabhängiges tutorielles Lotsensystem (LS) ergänzt, welches die Anleitung und Unterstützung der Lernenden sichert. Um diesen Transfer in andere Lerngebiete und Branchen zu unterstützen und zu erleichtern, wird als drittes Projektziel ein interaktives didaktischen Assistentensystems (IDA) entwickelt und erprobt. IDA folgt den Prinzipien innovativen Instruktionsdesign und stellt somit ein digitales „Train-the-Trainer“-Angebot dar, mit dessen Hilfe Bildungsanbieter/Ausbilder im Handwerk befähigt werden, eigene digitale, assistierte Lehr-Lern-Settings zu erzeugen.
  • Globales Klassenzimmer: Die Corona-Pandemie hat die Hochschulen in Europa und weltweit vor nie dagewesene Herausforderungen gestellt; Mobilität in der gewohnten Form war und ist nicht möglich, die Pflege internationaler Partnerschaften wurde erheblich erschwert. Gleichzeitig ist der Digitalisierungsprozess deutlich vorangetrieben worden. Mit der Einrichtung eines Global Classrooms möchte das Internationalisierungskomitee der UdS die Potenziale der Digitalisierung für die Internationalisierung nutzen, um internationale Partnerschaften zu pflegen, internationale Studierende über virtuelle Angebote an die Universität des Saarlandes zu holen und gleichzeitig die Möglichkeiten von “Internationalization@home” für die Studierenden der UdS zu erhöhen und damit fehlende Auslandsaufenthalte zu kompensieren. Der Global Classroom wird zentral und in der Stabsstelle “Digitalisierung und Nachhaltigkeit” gebündelt und betreut und mit Angeboten aus allen Fakultäten angereichert.
  • Joint Attention: Das Joint Attention (JA) Projekt untersucht die dyadische Interaktion in einer technologiegestützten, ko-präsenten kollaborativen Lernumgebung mit multimodaler Lernanalyse. Für die multimodale Lernanalyse kombinieren wir verschiedene Daten, die aus unterschiedlichen Quellen während der kollaborativen Lernsitzung gesammelt werden. Unter diesen Datenquellen sind zwei besonders hervorzuheben: Eye-Tracking-Daten und elektrometrische Daten (EDA). Zusätzlich zu der oben beschriebenen Idee haben wir zwei Hauptschwerpunkte in unserer Arbeit: a) die Durchführung empirischer Studien, um unseren theoretischen Rahmen für die Bedeutung der gemeinsamen Aufmerksamkeit beim dyadischen kollaborativen Lernen aufzubauen, und b) die Entwicklung und Validierung von Werkzeugen, die die gemeinsame Aufmerksamkeit und die Koordination der Dyaden bei der Zusammenarbeit plausibel unterstützen können. Link für die Teilnahme am Experiment: https://edutech.uni-saarland.de/experiments/
  • MoDiSaar: Ziel des Projektes MoDiSaar ist es, einen modularisierten (Mo) und über die Phasen der Lehrerbildung hinweg abgestimmten „Lehr-Lern-Baukasten“ zum Aufbau digitalisierungsbezogener (Di) Kompetenzen im saarländischen (Saar) Lehramtsstudium zu entwickeln und zu evaluieren. Es soll ein Basismodul aufgebaut werden, das (angehenden) Lehrkräften Kenntnisse über und Fertigkeit im Umgang mit Digitalisierung aus drei verschiedenen Perspektiven vermittelt: Aus informatischer Perspektive ein grundlegendes informatisches Verständnis, aus bildungstechnologischer Anwendungsperspektive Bekanntschaft mit digitalen Werkzeugen und deren Nutzbarkeit in Schulen und schließlich aus gesellschaftlicher Perspektive die Fähigkeit zur kritischen Reflexion über die Auswirkungen von Digitalisierung auf Individuum und Gesellschaft. Zusätzlich sollen in drei Anwendungsmodulen mediendidaktische Anwendungen für den naturwissenschaftlichen, den sprachlichen und den gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht entwickelt und evaluiert werden. https://modisaar.cs.uni-saarland.de/
  • Online Argumentation: Die Studie „Online-Argumentation“ (OA) dient der Analyse und Förderung der Argumentativen Wissens-ko-konstruktion in der Hochschullehre. Studierende diskutieren komplexe Problemfälle online und entwickeln dabei argumentative und soziale Kompetenzen, die sie zur Teilhabe am Diskurs in ihrer Domäne befähigen. In text-basierten Lernumgebungen werden dazu verschiedene Unterstützungsformen untersucht, wie Kooperationsskripts und Group Awareness-Tools, die Interaktionsmuster vorstrukturieren bzw. rückmelden. Zur Entwicklung transaktiver Modelle der Interaktion kooperativ Lernender werden die Prozesse und Ergebnisse der Argumentativen Wissens-ko-konstruktion untersucht. Link für die Teilnahme am Experiment:https://edutech.uni-saarland.de/experiments/ 
  • Open Teach (Webseite bald verfügbar): Open Educational Resources (OER) sind online frei verfügbar und reichen von erklärenden Texten, Bildern und Videos bis hin zu Unterrichtsplänen und Simulationen. Mit Open Teach schaffen wir eine Plattform zum Finden und Überprüfen von OER und entwickeln eine Gemeinschaft von Lehrkräften, die den Umgang mit OER erleichtert.
  • Patientenfallsimulator: Patientensimulatoren sind beliebte und wichtige Bestandteile der Medizinerausbildung, die darauf abzielen, anwendungsorientiertes Wissen, etwa zur Auswahl adäquater Diagnoseverfahren, und Schlüsselkompetenzen zu fördern, z. B. zur Verbesserung der Team- und Laienkommunikation. Der Patientenfallsimulator ist eine fallbasierte Online-Lernumgebung, in der diagnostische und therapeutische Entscheidungsfindung über einen realistischen Zeitraum eines Krankheitsverlaufs an simulierten Patienten geübt werden kann. Individuelle und kooperative Lernarrangements werden miteinander orchestriert und tutoriell begleitet. In der computerunterstützten Selbstlernphase können Medizinstudentinnen und -studenten selbstgesteuert und zielgerichtet Informationen zu einem virtuellen Patienten einholen. In einer kooperativen, computer-mediierten Lernphase, werden Diagnoseentscheidungen begründet, miteinander verglichen und ggf. revidiert. In tutoriell geleiteten Diskussionen auf Seminarebene werden zentrale Kriterien professioneller Entscheidungsfindung herausgestellt und diskutiert. Spielelemente des Simulators verhindern Gaming-the-System-Ansätze und schaffen Anreize, praktische Entscheidungsprozesse zu optimieren.

Abgeschlossene Projekte

  • Advise-Me: Das Ziel dieses Projekts ist es, detaillierte Analysen mathematischer Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern flexibel zu erstellen und sie in technologie-unterstützten Mathematik-Lernumgebungen einzusetzen. Auf Basis dieser Analysen können Armaturen für Lehrkräfte generiert werden, um Lernschwierigkeiten und -hindernisse zu identifizieren und einen Überblick über Schülergruppen zu gewinnen (“Pilot-im-Cockpit-Ansatz”) oder Awareness Widgets für Schülerinnen und Schüler zu entwickeln, um deren Verständnis ihrer eigenen Leistungen und ihres Fortschritts zu verbessern (“Flieg-selbst-Ansatz”). Auch die technologie-unterstützte Lernumgebung selbst kann sich auf Basis der Analysen an die jeweiligen Lernenden anpassen, z. B. bei der Wahl der nächsten Lernaufgabe (“Autopilot-Ansatz”). Mehr Informationen finden Sie auf der Projekt-Webseite http://advise-me.ou.nl/ (in English).
  • Adaptive Argumentationsunterstützung in Facebook: Aufbauend auf vorherigen Projekten (s. u.), entwickeln wir eine Facebook-App, die Persönlichkeitstypen analysiert und daraufhin maßgeschneiderte Skriptunterstützung bei der Generierung stichhaltiger Argumente zu aktuellen Debatten auf Facebook anbietet.
  • Argumentations-Diagramme auf Tabletops zur Unterstützung von AppInventor Designs: In diesem Projekt entwickeln Lerngruppen Smartphone-Apps mit Hilfe einer generischen Tabletop-Umgebung inkl. Kooperationsskripts und Awareness-Tools. Die Lernaktivitäten werden so orchestriert, dass Lernende zunächst gemeinsam am Tabletop ein Design für eine App entwickeln und diskutieren und dann AppInventor verwenden, um die selbst gestaltete App zu erzeugen.
  • Arguing in Facebook – Pilot Project: Soziale Netzwerke wie z. B. Facebook haben das Potential, argumentative Wissenskonstruktion (argumentative knowledge construction, AKC) zu ermöglicht und zu unterstützen. Allerdings weiß man wenig darüber, wie man soziale Netzwerke für argumentative Wissenskonstruktion effizient nutzen kann. In diesem Pilotprojekt erforschen wir die potenziellen Vorzüge graphisch repräsentierter computerunterstützter Argumentationsskripts. Eine nachfolgende Facebook-Feldstudie untersucht, wie eine akademische Diskussion die weitere freiwillige Facebook-Nutzung beeinflusst.
  • ColMOOC: ColMOOC zielt darauf ab, innovative Bildungstechnologien in MOOCs zu integrieren:
    • Konversationsagenten, die sowohl synchrone als auch asynchrone kooperative Lernarrangements unterstützen
    • Analyseverfahren die auf Learning Analytics beruhen und sowohl Studierenden als auch Lehrenden während eines MOOCs Rückmeldungen geben
    • Stärkung der europäischen Bildungslandschaft durch Generierung von Empfehlungen und politischen Richtlinien Für weitere Informationen: https://www.colmooc.eu (in English)
  • Competence-Sea: Massive Open Online Courses (MOOCs) können in bestimmten Regionen den gleichberechtigten Zugang zu Bildung fördern. Dieses Projekt zielt darauf ab, spezifische Lerner-Populationen in Südostasien mit MOOCs zu fördern, wie etwa alleinerziehende Mütter in Malaysia, Entwickler in Indonesien und Krankenpfleger auf dem Land auf den Phillipinen.
  • Interreg “Uni-GR Masters Border Studies”: Das UniGR-Center für Border Studies setzt ein Arbeitsprogramm um, das die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Partneruniversitäten und Studierende eng vernetzt, für optimale Forschungsbedingungen sorgt, und den Dialog zwischen Wissenschaft und Politik fördert. Digitalisierung soll sinnvoll eingesetzt werden, um diese Prozesse zu unterstützen. Online-Plattformen sollen einen grenzüberschreitenden Bezugspunkt für “Border Studies” Forschung und Lehre anbieten. So werden unter der Expertenbetreuung vom Lehrstuhl Bildungstechnologie in einem dreisprachigen Fachglossar zentrale Begriffe der Border Studies erarbeitet und dreisprachig gebündelt. Zudem bezieht sich unserer Beitrag darauf, dass wir technologie-unterstützende kollaborative Lernszenarien entwickeln und evaluieren, die auf die Bedürfnisse des Masters “Border Studies” ausgerichtet sind. Mehr Information finden Sie auf der Internet Seite des Uni-GR Border Studies.
  • MOOC Wintersemester 2017: Bildungstechnologien für das Klassenzimmer: Der MOOC (Massive Open Online Course) “Bildungstechnologien für das Klassenzimmer” wird nun auch wieder im Wintersemester 2015 angeboten und richtet sich an Lehramtsstudierende und Lehrkräfte sowie Studierende des Masterstudiengangs “Educational Technology”.
  • MuSuCoL STELLAR Theme Team: Ein maßgeblicher Paradigmenwechsel vom traditionellen Desktop-Computer mit Maus und Tastatur zu interaktiven Oberflächen ist im Gange. Das MuSuCol Theme Team hat zwei Ziele: (1) die Forschungsgemeinschaft bezüglich Lernen mit interaktiven Oberflächen besser zu unterstützen und zu verbinden und (2) die Erforschung des kooperativen Lernens mit Hilfe multipler interaktiver Oberflächen weiter voranzubringen.
  • MUPEMURE STELLAR Theme Team: Die MUPEMURE Arbeitsgruppe erforscht, wie Lerner darin unterstützt werden können, aktiv verschiedene Perspektiven multipler Repräsentationen mathematischer und wissenschaftlicher Themen zu teilen, zu verarbeiten und zu erlangen. Wir kombinieren die neuesten Technologien mit Gruppen-Awareness und Skript-Ansätzen, um Repräsentationen in CSCL Szenarien zu kreieren, modifizieren und zu teilen.
  • Orchestrating AKC in SNS: In diesem Projekt werden die Vorteile sozialer Netzwerke wie Facebook bei der Unterstützung der argumentativen Wissenskonstruktion untersucht. Eine Serie von Laborstudien wird untersuchen, wie computerunterstützte Kooperationsskripts die argumentative Wissenskonstruktion der Lernenden in sozialen Netzwerken verbessern können, indem (1) Skripts verschiedene Sequenzen von Argumentationsschritten empfehlen und (2) Facebook-Apps die Awareness der Lerner bezüglich ausgewählter Gruppeneigenschaften und ihre Erwartungen erhöhen, sich mit anderen Lernern auszutauschen.
  • PIAF: PIAF (Développement de la pensée informatique et algorithmique dans l’enseignement fundamental) ist ein Erasmus+ Projekt in Kooperation mit Belgien, Frankreich und Luxemburg. Die Ziele sind, einen gemeinsamen konzeptuellen Rahmen zu entwickeln und Lehrkräfte durch Co-Design-Aktivitäten im Rahmen verschiedener Workshops zum Thema “Computational Thinking” weiterzubilden. Weitere Informationen sowie Ressourcen zu Computational Thinking finden Sie auf der PIAF-Website.
  • Proportion: Mit der iPad Anwendung „Proportion“ lernen zwei Kinder zusammen etwas über Verhältnisse und Proportionen. Die zu bearbeitenden Probleme werden dabei immer schwieriger und es sind unterschiedliche Strategien erforderlich, um diese zu lösen. Unmittelbares Feedback nach jeder Aufgabe sowie verschiedene grafische Hilfsmittel erleichtern es den Schülern, die Strategien zu verstehen und richtig anzuwenden.
  • Technology-Enhanced Collaborative Drawing: Wenn Lernende ihre eigenen Repräsentationen wissenschaftlicher Phänomene (wie zum Beispiel der Photosynthese) zeichnen, werden sie angeregt, sich mit den Schlüsselkonzepten und –prozessen zu identifizieren und sie zu verknüpfen. Zeichnen hat außerdem das Potential, kooperatives Lernen zu fördern. In diesem Projekt arbeiteten Schüler der 5. Klasse der Grundschule kooperativ mit einem für dieses Projekt neu entwickelten Mal- & Zeichenprogramm. Eine erste Überprüfung der Daten deckte einen Wissenszuwachs für alle teilnehmenden Schüler auf.